Tarifvertrag einzelhandel schleswig holstein allgemeinverbindlich

Tarifverträge spielen im deutschen Arbeitsrecht eine zentrale Rolle. Sie werden zwischen dem Arbeitgeberverband und den Gewerkschaften oder zwischen einem einzigen Arbeitgeber und den Gewerkschaften geschlossen. Beide haben in der Regel Bestimmungen über Arbeitsbedingungen, Urlaub, Beendigung von Arbeitsverhältnissen und Gehälter. Die Mitglieder eines Tarifvertrags sind an die vereinbarten Bedingungen gebunden. Somit sind sie obligatorisch, und der Arbeitnehmer hat einen direkten Anspruch gegen den Arbeitgeber, die Bestimmungen des Tarifvertrags einzuhalten. Gesetzliche Bestimmungen finden sich im Tarifvertragsgesetz (TVG). Für gewöhnliche Kündigungen gelten bestimmte Kündigungsfristen. Kündigungsfristen sind gesetzlich festgelegt. Die gesetzliche Mindestkündigungsfrist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer beträgt vier Wochen, die ab dem 15. oder letzten Tag eines Kalendermonats zurückgerechnet werden (BGB). Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich jedoch mit dem Betriebszugehörigkeitsalter des Unternehmens allmählich: 2 Monate für 5 Jahre, 3 Monate für 8 Jahre, 4 Monate für 10 Jahre, 5 Monate für 12 Jahre, 6 Monate für 15 Jahre und 7 Monate für 20 Jahre Betriebszugehörigkeit (das Ende dieser Kündigungsfristen ist immer am Ende des Kalendermonats).

In einzelarbeitsverhältnissen dürfen nur längere Kündigungsfristen festgelegt werden. Tarifverträge können dagegen von den gesetzlichen Kündigungsfristen zugunsten der Arbeitnehmer sowie zu deren Benachteiligung abweichen. Ein von einer Gewerkschaft ausgehandelter Tarifvertrag gibt Ihnen Leistungen, die dem Arbeitsvertragsgesetz weit überlegen sind. Sie ist durch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) geregelt. Der Betriebsrat ist das repräsentative Organ der Arbeitnehmer und erhält gesetzlich besondere Mitbestimmungs- und Mitbestimmungsrechte. Die Bildung eines Betriebsrats ist für die Arbeitnehmer nicht zwingend vorgeschrieben. Wenn sie jedoch einen Betriebsrat haben wollen, haben sie das Recht, Wahlen einzuleiten. Die einzige Voraussetzung ist, dass es mindestens fünf regelmäßig beschäftigte Mitarbeiter in der Einrichtung gibt (die als Organisationsarbeitseinheit eines Unternehmens definiert ist).

Die Größe des Betriebsrats richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten in der Einrichtung (Nr. 9 BetrVG).


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